Markttendenzen im September 2026
Aktuellen Land-Wirtschaftsaussichten Getreide & Dünger
Ernte 2026 - Rückblick
Die Getreideernte 2026 ist eingefahren - und sie hat uns bei der Erfassung ordentlich gefordert. Vom 25.06. bis 31.08. haben wir deutlich mehr Ware angenommen als im vergangenen Jahr. Insgesamt lag die Erfassungsmenge 17 % über der Rekordernte von 2025. Schon bei der Gerstenernte am Standort Hafen Uelzen hat sich gezeigt, wie groß die Herausforderung in diesem Jahr werden würde. Trotz leerer Silos und der Tatsache, dass alle Gossen durchgehend in Benutzung waren, kam zeitweise mehr Ware gleichzeitig an, als wir dort direkt verarbeiten konnten. Zeitweise waren einzelne Früchte im Hafen Uelzen für einige Stunden oder auch tageweise voll. Durch die vorhandenen Ausweichmöglichkeiten auf Landläger konnten wir die Situation aber gemeinsam gut abfangen. Vor allem am Standort Dähre wurden alle vorhandenen Kapazitäten vollständig ausgeschöpft, sodass auch unter freiem Himmel teilweise mehrere 1.000 to Getreide gelagert wurden. Paralell wurden auch in der Ernte bereits 35 Schiffe verladen - davon 16 mit Gerste, 4 mit Braugerste und 15 mit Weizen.
Auch die Hoflagerung war eine große Unterstützung. In diesem Jahr wurde die kurzfristige Zwischenlagerung auf den Höfen fossiert und in Anpruch genommen. Dadurch konnten Anlieferungsspitzen entzerrt werden. An dieser Stelle einmal vielen Dank an alle, die hier flexibel zu beigetragen haben. Nach den positiven Erfahrungen aus diesem Jahr, werden wir diese Möglichkeit für die kommenden Ernten weiter ausbauen. Denn eines hat die Ernte 2026 deutlich gezeigt nämlich, dass wenn in kurzer Zeit sehr viel Ware zusammenkommt, hilft uns jede zusätzliche Lagerkapazität dabei, die Erfassung für alle Beteiligten planbarer zu machen.
Bei den einzelnen Qualitäten gab es in diesem Jahr unterschiedliche Entwicklungen. Beim Hektolitergewicht zeigten sich Schwächen bei Weizen, Roggen, Triticale und Hafer. Beim Raps waren die Erträge vielfach enttäuschend. Dazu kam teilweise ein hoher Besatz. Direkt im Anschluss an die Haupternte haben wir mit der Nacherfassung begonnen. Wer noch Partien auf dem Hof lagert und diese vermarkten möchte, sollte sich bitte an seinen VSE-Vertriebsberater wenden. Gemeinsam können wir dann das weitere Vorgehen und die Vermarktungsmöglichkeiten besprechen. Auch wenn die Ernte 2026 gerade erst abgeschlossen ist, lohnt sich schon der Blick nach vorne. Die nächste Ernte kommt bestimmt und wir raten wie immer dazu für die Ernte 2027 bereits Mengen abzusichern.
Vielen Dank an alle Landwirte für die gute Zusammenarbeit, die Flexibilität und das Verständnis während der diesjährigen Ernte.
Auch die gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen unserer neuen Tochterfirma VS NOVA GmbH hat dazu beigetragen, dass wir gemeinsam die Herausforderung dieser Ernte angenommen und gemeistert haben.
Aktuelle Entwicklung am Düngermarkt - rechtzeitig Bedarf sichern
Der Düngermarkt zeigt sich weiterhin fest. Insbesondere bei Stickstoff- und Schwefeldüngern rechnen wir derzeit mit weiter steigenden Preisen bis ins Frühjahr. Die Preise für Kali- und Phosphatdünger zeigen sich hingegen aktuell stabil.
Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten ist eine Entspannung am Düngermarkt derzeit nicht absehbar. Zusätzlich kann sich mit näher rückendem Ausbringungszeitraum die Verfügbarkeit von Frachtraum zunehmend verknappen. Dies könnte zu weiteren Kostensteigerungen bei der Beschaffung führen. Daher ist unsere Empfehlung- Sichern Sie sich frühzeitig Ihren Düngerbedarf und decken Sie bereits jetzt die ersten beiden Düngergaben ab. So schaffen Sie Planungssicherheit für die kommende Saison und reduzieren das Risiko, von weiteren Preissteigerungen oder logistischen Engpässen betroffen zu sein.
Sprechen Sie Ihren VSE-Vertriebsberater gerne an - wir unterstützen Sie bei Ihrer individuellen Düngeplanung und der rechtzeitigen Beschaffung.

