Hemden und Socke aus Hanf
AZ 20.02.2025
VSE sammelt Erfahrungen mit der Faserproduktion für die Bekleidungsindustrie
Gerhard Sternitzke - Ebstorf _
Von den Hemden ist Johannes Späth angetan. „Ichfinde sie luftig-locker und sehr weich. Sie wärmen tatsächlich gut und halten die Wärme“, erzählt der Mitarbeiter der Vereinigten Saatzuchten Ebstorf (VSE). Der Stoff besteht jedoch nicht, wie gewöhnlich, aus Baumwolle. Im Pionierprojekt Hanf der VSE (AZ berichtete)
werden Fasern für die Bekleidungsindustrie produziert. Im März steht die zweite Ernte an. Erfahrungen mit der genügsamen Pflanze hat die Genossenschaft bereits seit 2022 gesammelt. Dämmmatten aus Hanf wurden sogar in den eigenen Raiffeisen-Märkten verkauft. Die Fasern einer anderen Sorte sind allerdings auch hervorragend für Textilien geeignet. „Sie sind dünn, sehr robust und brechen nicht zu schnell“, erklärt Späth. „Die Kleidung ist sehr langlebig, behält ihre Form sehr lang, hat im Sommer einen kühlenden Effekt und wärmt im Winter leicht - wie Leinen.“ Das Material sei tragefreundlich, nehme Feuchtigkeit auf und hemme Bakterien, zähltder Strategie- und Projektmanager auf.
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